Farinet oder das falsche Geld

Schauspiel von Reto Finger nach Charles Ferdinand Ramuz


PRODUKTION Theater Kanton Zürich
REGIE Barbara David Brüesch


PREISE 40.– | 35.– | 25.– | 20.–

INFO Es findet kein Talk im Theater statt


Di 13. April 202119:30 «TICKETS KAUFEN»

Das Portrait des Nationaldichters der französischen Schweiz Charles Ferdinand Ramuz zierte bis vor kurzem den 200-Franken-Schein. Doch Ramuz’ Romanheld Farinet steht genau mit diesem Zahlungsmittel auf Kriegsfuss: Er stellt eigene Goldmünzen her, die in seiner Heimatgemeinde beliebter sind als das spekulationsabhängige Papiergeld der Kantonalbank. Als seine 20-Räppler ihren Weg in die benachbarten Täler finden, interveniert der Bundesrat mit Verbot und Haftbefehl für den Geldfälscher. Ramuz‘ Roman über Joseph-Samuel Farinet, der Mitte des 19. Jahrhunderts im Wallis als Schmuggler und Falschmünzer für Aufsehen sorgte und 1880 im Konflikt mit der Polizei unter ungeklärten Umständen zu Tode kam, erschien 1933 und wurde unter dem Eindruck der Weltwirtschaftskrise geschrieben. Ramuz verbindet darin Farinets Rebellion gegen den Regierungsbefehl und seine atemlose Flucht vor den Landjägern mit einer zutiefst berührenden Liebesgeschichte und befragt vielschichtig die Möglichkeit von Unabhängigkeit für den Einzelnen ebenso wie für die Gemeinschaft.

RETO FINGER, geboren 1972 in Bern, adaptiert Ramuz’ Roman für die Bühne und die Jetztzeit. Bereits in seinem mit dem Kleist-Förderpreis und dem Autorenpreis der Société Suisse des Auteurs ausgezeichneten Stück «Kaltes Land» setzte sich Finger mit den Mythen der Schweizer Bergwelt auseinander. Zudem ist er als gelernter Jurist und praktizierender Richter Experte für die rechtlichen Konflikte Farinets.

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