Die Winterreise des jungen Werther

Musiktheater von Dietmar Loeffler nach Johann Wolfgang Goethe und Franz Schubert – Uraufführung


PRODUKTION Artis Konzerte & Stadttheater Schaffhausen

REGIE Lukas Langhoff

DRAMATURGIE Michael Propfe

TEXTFASSUNG Dietmar Loeffler, Jens Lampater

MIT Boris Aljinovic, Spiel 

Jochen Kupfer, Gesang 

Dietmar Loeffler, Klavier


PREISE 50.– | 40.– | 30.– | 20.–

ABO Musiktheater , Gross Gemischt

INFO Talk im Theater jeweils um 18:45


KÜNSTLERGESPRÄCH mit Dietmar Loeffler: DI 19. MRZ im Anschluss an die Vorstellung


Mo 18. März 201919:30 «TICKETS KAUFEN»
Di 19. März 201919:30 «TICKETS KAUFEN»

Wer ist die Person, die da singt: «Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh‘ ich wieder aus», und durch eisige Landschaften irrt? Wäre es möglich, dass es der junge Werther ist? Hat Wilhelm Müller, der Dichter der Winterreise, Goethes Roman gekannt? Könnte die Winterreise in dem Moment beginnen, da Werther aus der kleinen Stadt fliehen muss? Denn seine verbotene Liebe zu Lotte stürzt ihn in immer grössere Verwirrung. Ist sie doch diesem Langweiler Albert versprochen! Mitten in der Nacht rennt er verzweifelt aus der Stadt in die Eiseskälte: «Ich muss fort!» – Er ruft, um sich Mut zu machen und die bösen Geister zu vertreiben: «Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh’ ich wieder aus.»

Todessehnsucht, Naturerfahrungen und Liebesleid prägten als zentrale Motive das literarische Schaffen des Sturm und Drang. Sie wurden in Goethes Briefroman «Die Leiden des jungen Werthers» meisterhaft verknüpft. Doch auch die 1811 herausgegebenen Gedichte von Wilhelm Müller, welche Franz Schubert später zur «Winterreise» vertonte, greifen auf dieses Pathos zurück. Und das so deutlich, dass der junge Mann in Schuberts Liedern und Goethes Prota­gonist fast seelenverwandt scheinen. Diese Überlegung regte DIETMAR LOEFFLER zur Schaffung eines neuen Musiktheaterstücks an: Ein Schauspieler ist Werther, und auch ein Sänger ist Werther. Ver­zweiflung und Hoffnung verschmelzen zu einer Figur. Text, Musik und Schauspiel wechseln sich ab und verweben sich zu einer Einheit.