Ustrinkata

EIN DIALEKTSTÜCK VON ARNO CAMENISCH - ERSTAUFFÜHRUNG


PRODUKTION: ressort k, Chur
REGIE: Manfred Ferrari
REGIEASSISTENZ: Laura Lienhard
BÜHNE & KOSTÜME: Ursina Schmid
GESANGSLEITUNG: Heinz Girschweiler
MIT: Jaap Achterberg, Chasper Curò-Mani, David Flepp, Eleni Haupt, Luca Ramella, Marco Schädler, Nikolaus Schmid, Lea Schmocker, Anny Weiler


PREISE 40.– | 35.– | 25.– | 20.–

Talk im Theater jeweils 18:45


Mo 20. Januar 201419:30
Di 21. Januar 201419:30

Es ist der letzte Abend im Dorfrestaurant «Helvezia». Jetzt heisst es Austrinken! Noch einmal sitzen sie um den runden Tisch, die Tante und die Silvia, der Luis und der Otto, der Alexi und all die andern, die noch leben oder schon lange tot sind. Draussen vor der Tür regnet es seit Tagen. Beinahe eine Sintflut mitten im Winter, passend zur bevorstehenden Schliessung der Kneipe. Mit dem Mut der Verzweiflung resümieren und schwadronieren die Stammgäste über ihr Dorf, den Tod, über Naturgewalten und menschliche Abgründe, um dazwischen – fast schon trotzig – dem Schicksal mit mehrstimmigem Gesang Paroli zu bieten. Als würde Erzählen und Singen sie davor bewahren, mit der «Helvezia» für immer zu verschwinden.

«Ustrinkata», ist eine intime Milieustudie, losgelöst von Alpenkitsch und Bergromantik. Unter den knorrigen Sprüchen, dem ruppigen Umgangston und dem Heraufbeschwören alter Dorfgeschichten beginnt man die Verzweiflung jedes Einzelnen zu erahnen. Und doch ist das Warten dieser seltsamen Figuren durchsetzt mit einer schrillen Komik: Man bekommt sie lieb, diese «Vögel», den Coiffeur, die Beizerin, die gealterte Dorf- Madame, den Haudegen Luis, den liebesgramen Otto. Und man wünscht sich, das alles sei nur ein Spuk und die «Helvezia» werde morgen zur gewohnten Stunde wieder öffnen …

ARNO CAMENISCH, geboren 1978 in Tavanasa in Graubünden, schreibt auf Deutsch und Romanisch. Er studierte am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel, wo er auch lebt. Für seine drei Bündner Romane «Sez Ner», «Hinter dem Bahnhof» und «Ustrinkata» hat er zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Eidgenösischen Literaturpreis, den ZKB Schillerpreis und zweimal den Berner Literaturpreis. Camenischs Texte wurden bereits in 18 Sprachen übersetzt.

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